Süssen ohne Zucker – Reissirup, Gerstenmalz und Stevia

Suessen_ohne_Zucker

Süssen ohne Zucker

Hier geht es um’s Süssen, genauer: um das gesunde Süßen. Sie finden, das ist ein Widerspruch? Nein, denn natürlich geht es um Alternativen zum weißen Zucker.

Ich möchte Ihnen kurz drei Süßmittel vorstellen: Reisirup, Stevia und Gerstenmalz.

Mit diesen drei kann man jeglichen Zucker vermeiden und hat trotzdem herrlich süße Speisen und Getränke.

Alle drei Süßmittel gibt es im Biohandel. Sie stehen im Regal beim Honig und Rohrzucker.

1. Reissirup – den nehme ich am häufigsten

Man kann Reissirup als universales gesundes Süßmittel überall einsetzen:

  • verfeinern von Salatsoßen und anderen Soßen und Speisen
  • für richtig süße Nachtische und Puddings
  • milde Süße für Kräutertees und andere Getränke

Wie der Name schon sagt, wird dieser Sirup aus Reis gewonnen. Dazu Reismehl gekocht und zu Sirup eingedickt.

Reissirup

Reissirup

Reissirup kaufe ich in einem großen Kanister, z.B. von der Fa. Werz (es gibt viele Internet-Adressen dazu, bitte informieren Sie sich). Zum Aufbewahren wird er in Gläser umgefüllt.

Reissirup sieht aus wie Honig und läßt sich in Rezepten genau so verwenden. Angenehm finde ich, das Reissirup im Gegensatz zu Honig ein mildes Aroma hat und nicht so intensiv süßt.

Am wichtigsten ist der positive gesundheitliche Aspekt:

Der gesundheitliche Vorteil von Reissirup liegt darin, dass er einen hohen Anteil an langkettigen Mehrfachzuckern hat, die vom Organismus erst in Einfachzucker umgewandelt werden müssen. Das ist günstig, weil so die Zuckeraufnahme ins Blut verzögert ist und es nicht zu einem schnellen Blutzuckeranstieg kommt.

Wer an Zucker gewöhnt ist, könnte am Anfang die milde Süße von Reissirup als zu wenig süß empfinden. Erfahrungsgemäß ändert sich das nach kurzer Zeit, wenn sich die Zunge und der Geschmack auf die milde Süße umgestellt haben.

2. Stevia verstärkt die Süßkraft von Reissirup

Stevia

Stevia

Das jetzt offiziell zugelassene Süßmittel Stevia hat die E-Nummer 960. Und das ist was Gesundes fragt man sich skeptisch? Ja, ist es auf jeden Fall, denn Stevia gewinnt man aus der Pflanze, im Gegensatz zu künstlichen Süßstoffen.

Ich benutze Stevia seit vielen Jahren. Früher mußte man das Pulver aufkochen und den Sud zum Süßen nehmen. Heute gibt es Tropfflaschen, das ist viel bequemer. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass Sie auf jeden Fall nur ganz wenige Tropfen nehmen.

Gerade am Anfang empfehle ich Ihnen, es bitte wirklich erst mal mit aller kleinsten Mengen zu probieren. Denn schon ein einziger Tropfen zu viel kann den Geschmack der Speise oder des Getränks verderben.

Weil Stevia so intensiv süßt, setze ich es nie als alleiniges Süßmittel ein. Ich gebe es lieber ergänzend zum Reissirup dazu: Auf einen Teelöffel Reissirup ca. 1 Tropfen Stevia. So wird die Süßkraft vom Reissirup enorm verstärkt.

Gleichzeitig spart man Geld, weil man weniger vom Reissirup braucht!


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3. Gerstenmalz

Gerstenmalz ist dick wie Sirup und dunkelbraun. In früherer Zeit war es ganz normal, mit Gerstenmalz zu süßen, es war überhaupt das einzige Süßmittel.

Den intensiven Malzgeschmack muss man mögen. Wahrscheinlich ist dies einer der Gründe, weshalb man in neuerer Zeit auf weniger stark schmeckende Süße umgestiegen ist.

Ich setze Gerstenmalz immer dann ein, wenn ich genau diesen malzigen Geschmack in einem Nachtisch haben möchte. Am besten passt Gerstenmalz zu Puddings aus Getreide wie zum Beispiel einem Grießpudding.

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Süssen ohne Zucker

sättigend lässt sich vorbereiten
Rezept: Grießpudding

Zutaten für 4-5 Portionen:

  • 1 Tasse Kokosmilch
  • 1 Tasse Wasser
  • ½ Teelöffel Agar (pflanzliches Geliermittel)
  • 2 Esslöffel Reisirup oder 1 Esslöffel Gerstenmalz
  • 3-4 Tropfen Stevia (nach Geschmack auch mehr)
  • ½ Teelöffel Vanille
  • knapp ½ Tasse Dinkelgrieß
  • Schale von ½ Zitrone
  • 1 kräftige Prise Salz
  1.  Kokosmilch und Wasser in einen Topf geben, das Agar einrühren. Reissirup und Vanille dazugeben, aufkochen lassen.
  2. Dinkel einstreuen und mit dem Schneebesen kräftig rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Salz nicht vergessen.
  3. Etwa 2-3 Minuten quellen lassen, dabei immer wieder umrühren. Zum Schluss abgeriebene Zitronenschale einrühren.

Den fertigen Brei in eine mit kaltem Wasser ausgespülte Schüssel geben, dann kann man ihn nach dem Abkühlen stürzen.

Tipp: Mit Datteln dekorieren, sie geben dem Grießpudding noch mehr Süße.

Rezept als pdf: Grießpudding

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig weiter helfen. Oder haben sie noch Fragen zu Reissirup, Gerstenmalz oder Stevia? Dann schreiben Sie mir doch im Kommentar gleich hier unten!



Beitrag aktualisiert im Oktober 2014

7 Kommentare

  1. Irene Hikade

    Ich nehme schon lange Birkenzucker, man bemerkt zu einem normalen Zucker überhaupt keinen Unterschied. Bei Einladungen ist er ein nettes Mitbringsel statt Blumen.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Frau Hikade, also ich würde lieber Blumen schenken.

      Birkenzucker ist ein industriell hergestellter Zuckeraustauschstoff, der recht teuer ist. Für mich kommen Produkte nicht in Frage, die in Tierversuchen ausgetestet worden sind. Mehr dazu bei Wikipedia.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  2. Bettina Lubaczowski

    Danke liebe Jutta,

    für die Info zum Xylit. Ist also doch auch ein wenig chemisch. Na ja, die Bezeichnung Xylit hört sich tatsächlich auch chemisch an. Ich traue solchen Sachen immer eher, wenn sie im Bioladen zu kaufen sind.

    Für mich ist neben der Natürlichkeit eben auch entscheidend, dass sehr viel weniger verwertbare Kohlenhydrate drin sind.

      • Bettina Lubaczowski

        das Teure am Xylit finde ich gar nicht schlimm, weil man dann nicht so
        verschwenderisch damit umgeht. Ich kaufe alle 2 Monate 500 g. Das Meiste
        mache ich sowieso mit Stevia, nur eben beim Backen finde ich Stevia nicht
        gut. Dann ist Xylit schon eine Alternative.

  3. Bettina Lubaczowski

    Ich habe vor ein paar Monaten noch ein anderes alternatives Süßungsmittel im Bioladen entdeckt: Birkenzucker. Es wird auch unter dem Namen Xylit oder Xylitol gahandelt. In einem Online-Shop heißt es Xucker. Der Inhalt ist überall gleich. Dieser Birkenzucker sieht aus wie Haushaltzucker, schmeckt auch so. Das Geniale ist, das Zeug ist rein pflanzlich, es wird aus Birkenrinde und anderen Pflanzenfasern gewonnen. Noch genialer ist, Birkenzucker enthält 40 % weniger verwertbare Kohlenhydrate, als Haushaltzucker und eignet sich hervorragend zum Backen.
    Herzliche Grüße
    Bettina Lubaczowski

    • Jutta Bruhn

      vielen Dank für diesen tollen Tipp!

      Ich hab mal gesucht und Infos zum Herstellungsprozess gefunden.
      Danach wird Xylit in einem chemischen Prozess aus Maiskolbenfasern
      oder Harthölzern hergestellt. Leider nicht mehr aus Birkenholz.

      Trotzdem, besser als konventioneller Zucker wird er auf jeden Fall sein.

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